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Lioba Amici per sempre

Am 20. November 2008 verliess ich mit meiner neuen Besitzerin Jacqueline die Zuchtstätte und machte eine lange Autoreise mit ihr ins Appenzellerland. Es war schon ein komisches Gefühl so ohne meine Mama Noca und meine Geschwister.

Eigentlich kenne ich Jacqueline schon seit meinem ersten Atemzug – oder nein - wenn ich genau überlege, kenne ich ihre Stimme schon viel länger, denn meine Mama Noca hatte ziemlich oft mit ihr zu tun – also eigentlich natürlich hatte sie mit meiner Züchterin Christine zu tun, aber das geht ja im Gleichen….

Bei der Geburt bekam ich den Übernamen „Agility-Hündli“, denn ich habe einen express „Gutsch“ Fruchtwasser genommen und kam fast auf die Welt geflogen.

Von Anfang an war klar, dass ich die Auserwählte von Jacqueline bin, denn auch meinen Namen hat sie damals Christine vorgeschlagen.

Lioba bedeutet so viel wie „die Liebe“ oder „die Liebende“

Ja, also „liebend“ bin ich – nur einfach sehr wählerisch wen oder was ich liebe….

Inzwischen werde ich auch Löbi oder Liolo gerufen.
Zu Beginn wohnte ich mit Joya und ihrem Sohn Jiaru zusammen. Das war super toll und wir haben viel gespielt. Ich war sehr bemüht ein folgsamer Hund zu werden. Mit Jiaru zusammen hatte ich aber oft ganz tolle Ideen, die wir gemeinsam umsetzten, nicht unbedingt zur Freude von Jacqueline.

Wir gingen oft in den Wald unsere Nasen trainieren und fuhren öfters auch zu meiner Mama Noca und den anderen Lagotti da. Auch die ersten Kunststückchen lernte ich schon früh. Ich arbeite eben für’s Leben gerne, egal was, Hauptsache aktiv sein.

Natürlich war ich in der Welpenspielgruppe der SKG St. Gallen und auch in den Welpenprägungstagen in Zürich. Dort traf ich immer meine Freundin Sofi und Christine – Sofi ist nur 14 Tage älter wie ich und so hatte ich immer eine Spielgefährtin. Nur Sofi war viel mutiger wie ich….

Zu dieser Zeit kam gerade die Gesetzesänderung und jeder Hundehalter musste den SKN (SachKundeNachweis) machen. So kam ich nach dem Junghundekurs auch noch in den Genuss von diesem Kurs. Wenn es drauf an kam, habe ich immer alles mit Bravour bestanden. So nach dem Motto – entweder richtig oder gar nicht. Noch heute ist das meine Devise, bei allem was ich mache.

Mein Leben ist sehr abwechslungsreich, da wo die anderen Hunde hin dürfen, bin ich auch dabei. Ich habe es geschafft sämtliche guten Vorsätze von Jacqueline über den Haufen zu werfen. Wenn sie dann jeweils schimpfte, habe ich gekuckt, wie wenn ich nicht sicher wäre, ob sie mich meint.

Ich war auf Ausstellungen – fand es aber doof – ich will nicht, dass mich jeder anfasst – oder nur dann, wenn ich es auch will.

Mit 6 Monaten war ich 40 cm gross und 9800g schwer – somit war klar, dass ich mich den Idealmassen eines Lagottos annähern würde. Frauchen hatte ja vor mit mir Agility zu machen und da ist es eben gut, wenn man kleiner wie 43 cm gross ist, weil man dann noch bei den Medium Hunden starten könnte.





Mit 7 Mt wurde ich dann zum ersten Mal läufig – ich war bei meiner Freundin Sofi in den Ferien und genoss die ausgedehnten mit ihr.

Das Aufregendste was ich je machen durfte war das Lagotto-Jugend-Camp. Jacqueline teilte mich Laura zu – ich liebte Laura sehr – sie arbeitete die ganze Zeit super mit mir. Wir machten Kunststückchen, Geschicklichkeit, Agility, Postenlauf, sind spaziert und ich habe auch viel mit den anderen Hunden gespielt. Das hat mir sehr gefallen.

Meine ersten Trüffel fand ich mit 10 Monaten. Nasenarbeit finde ich ganz toll. Am 23. August waren wir rumschnüffeln und da die drei Frauen (Domenica, Petra und Jacqueline) es genau wissen wollten, steckte jeder nur die Trüffel in die Tasche welche der „eigene“ Hund gefunden hatte. Zuhause wurde dann gewogen…. Joya und ich fanden je über 700g und Jiaru blieb mit 680g
knapp darunter. Dazu haben wir 150 Minuten gebraucht… nicht schlecht, oder?

Die lustigste Geschichte war aber, als ich an diesem Abend alleine mit ins Restaurant durfte. Petra und Domenica haben die Stinkknollen nett in ein Körbchen gepackt und mitgenommen. Nach kurzer Fahrt hielten wir vor einem Restaurant/Hotel an. Frauchen klemmte mich unter den Arm – trotz meiner 11 Monate war ich noch klein und leicht… doch weil ich so zappelte, stellte sie mich, über mein Verhalten leicht verwirrt, auf den Boden. Ich zog an der Leine wie verrückt. Sie war wohl der Meinung, dass ich wohl etwas viel Druck auf der Blase haben musste und lief mit mir zur nächsten Grünfläche – den Hotelgarten….

Nicht schlecht staunte sie, als ich anfing da in der Hotelanlage Stinkknollen auszugraben… und immer mehr und mehr… Jacqueline hatte ein riesig schlechtes Gewissen, hatte sie doch weder Werkzeug noch Belohnung dabei um mir behilflich zu sein… und zudem grub ich gerade eine Hotelanlage um….

Die strahlenden Frauen legten die Knollen oben auf’s Körbchen und liefen ins Restaurant. Nach kurzer Zeit kam der Hotelbesitzer und der Chefkoch an unserem Tisch. Beide wollten nicht recht glauben, dass in seiner Hotelanlage solche Knollen wachsen. Doch als wir nach draussen kamen, standen da schon einige Angestellte des Hotels mit Werkzeug im Garten – auch sie wollten solche Knollen finden….

Unter Scheinwerferlicht und unter den Augen von mindestens 10 Personen habe ich denen allen gezeigt wie ich das mache und natürlich hat Jacqueline ihnen auch gezeigt, wie man den Platz wieder anständig verlässt. Zur Belohnung habe ich dann ein riesen Stück frischen Fleischkäse bekommen – ganz alleine nur für mich! Von allen wurde ich gestreichelt und gelobt und wir sassen alle bei einem Glas Wein gemütlich zusammen – das hat mir sehr gut gefallen.

Für einmal war ich „Klein Löbi“ mal ganz gross!!!!

Ich liebe das Meer – Asia ist inzwischen bei uns eingezogen, 1 Jahr später kam Blue dazu, im 2011 kam Basima die hier geboren ist wieder zurück mit 12 Wochen, dafür zog Ambra wieder aus…. Unser Rudel verändert sich ständig.

Ich liebe den Schnee, das Meer, gehe ins Agilitytraining, lerne gerne Kunststückchen, gehe trüffeln, war schon an Military’s und und und…

Am 24.4.10 habe ich die Ankörung bestanden! Frauchen war im 7. Himmel, jetzt durfte ich sogar Welpen bekommen.
Ich durfte nach Holland reisen und da wurde ich auch das erste Mal gedeckt. Für Fredo war ich nur eine Spielkollegin, er wollte mich nicht decken – dafür ist dann Duchino eingesprungen. Ich habe im Mai 2011 6 hübschen Welpen das Leben geschenkt. Ich war eine super Mama und Jacqueline war begeistert von mir.

Meinen zweiten Wurf bekam ich im Sommer Juli 2012. Oso, ein liebevoller, charmanter Italiener hat mich in Perugia gedeckt. Daraus entstand unser O-Wurf. Die Geburt war etwas lange und nachdem ich 6 Welpen in kurzer Zeit normal geboren hatte, musste 24 Std. später noch ein Notkaiserschnitt gemacht werden – leider waren da noch 2 Welpen drin – einer ist hängen geblieben und so hatten beide leider keine Chance mehr lebend das Licht der Welt zu erblicken. Mir ging es aber mit meinen 6 Welpen sehr gut – ich wurde hervorragend homöopathisch betreut und meine Kleinen entwickelten sich prächtig. Tochter Osija ist dann bei uns geblieben, obwohl das eigentlich nicht vorgesehen war. Ich geniesse sie aber sehr und spiele allerliebst mit ihr und auch sonst – sie ist ganz toll und hat auch so ein Supernäschen wie ich.

Nach wie vor sind wir viel unterwegs. Leider müssen immer welche von uns in die Ferien und dürfen nicht mit auf die Reise, weil wir einfach inzwischen zu viele sind – doch Jacqueline schaut, dass es einigermassen gerecht verteilt ist. Unsere Ferienplätze sind wirklich toll und wir fühlen uns wohl da – ich bin halt aber doch am allerliebsten immer mit Jacqueline unterwegs…. Ein bisschen habe ich eine Sonderstellung im Rudel – ob das daran liegt, dass ich so sensibel bin?

Seit 1. Oktober 13 bin ich Jacqueline's Familien- und Sporthund. Nach der tragischen Geburt meines L-Wurfes werde ich nicht mehr als Zuchthündin arbeiten....
Ich durfte mit ihr über 3 Jahre mit nach Traunstein ins Kolloquium fahren und war so quasi das Maskotchen von unserer Klasse... Alle mochten mich und ich durfte im Auditorium sogar frei herum laufen. Eigentlich war der Grund, dass ich mich an den meisten Ferienplätzen nicht wohl fühlte - weil ich einfach so auf Frauchen fixiert war - auch wenn es super Plätze waren.

Bis zu meinem Unfall durfte ich Agility, Dogdance und Trüffeln (auch an Wettkämpfen). Im Januar 17 bin ich mit meinem Bein durch die Umhüllung vom Minitrampolin gebrochen (ja wir haben ein rudelinternes Rennen gemacht, wer zuerst im Garten wäre... und da ging der Hindernislauf halt über ein Minitramp) und habe mir dabei meine Bein aufgeschnitten, dabei wurde auch meine Achillessehne durchtrennt... Ich wurde sofort operiert und bekam nach einer Weile eine ultra mega schicke, massangefertigte Schiene. Die musste ich 3 Monate tragen. Leider war es sehr mühsam und ich hatte ständig offene Stellen die eiterten. Ich wurde sehr gepflegt und verarztet, trotzdem heilte meine Achillessehne nicht schön und so bin ich von da an, hauptsächlich auf 3 Beinen gelaufen - auch das viele Schwimmen und die Physiotherapie änderten daran nichts.

In unserem Rudel schaute ich immer für Ordnung.....

Nach über einem Jahr Hinkebein, haben wir wieder angefangen Kunststücke zu machen und ich bin Spezialistin für schwierige Denkaufgaben geworden. Natürlich durfte ich weiterhin Trüffeln und anderen das Trüffeln beibringen, denn meine Nase ist einfach super.

Ja und dann als es so langsam Frühling wurde ist Frauchen aufgefallen, dass ich immer sehr tief schlief und kaum zu wecken war, oder dann aus dem Schlaf erschrack - sie fragte sich, ob das wohl mit meinem Alter zusammen hängt. Doch ich arbeitete in allen Belangen super und war auch, wenn immer möglich da, wo Frauchen war - mit den meisten anderen ging ich nicht gerne weg.

Ja, schon mein ganzes Leben lang, habe ich ab und zu gefightet. Manchmal ganz heftig, dass ich oder meine Kontrahendin nachher zum Tierarzt mussten damit die grossen Wunden zugemacht werden konnten. Das war aber immer Rudelintern. In den letzten Monaten ist es immer öfters vorgekommen. Jacqueline ist fast verzweifelt, weil sie nicht herausfand was los war. Dumm war, dass ich zwar angefangen habe, dann aber sehr heftig vom Gegenüber vermöbelt wurde...
Ja, und schlussendlich, ist mir das zum Verhängnis geworden....
Ganz doof, das wollte ich ja eigentlich weder für mich noch für meine Chefin die mich so liebt....

Mein Herz blutet und meine Seele weint... innigst geliebtes Löbi, mein Seelenhund, ruhe in Frieden!!!
Du wirst mir und Jupi unendlich fehlen!
17.9.2008 - 17.4.2018

An der GV vom Lagotto Club hast Du so toll am Postenlauf mitgearbeitet, Du wirktest glücklich und zufrieden und entspannt.
Ich habe mich riesig mit Dir gefreut.
Ich habe für zwei meiner vierbeinigen Familienmitglieder ein tolles neues Zuhause gesucht und gefunden, in der Überzeugung, dass dann Friede bei uns einkehrt.
Vor einer Woche musste ich zusehen, wie umbarmherzig heftig es plötzlich wurde....zuerst bei uns vor dem Haus und viele Stunden später in deinem Lieblingsgarten.... ohne ersichtlichen Grund....
Gestern hast Du mir aufräumen geholfen und Dir so ganz viel Belohnung verdient. Und heute Morgen hast Du mich hopsend vor Freude und voller Tatendrang zum spielen und arbeiten aufgefordert. Gemeinsam wären wir am kommenden Samstag an einem Military gestartet - Du ganz alleine mit mir...
Um nichts in der Welt habe ich geahnt, dass immer noch, ganz plötzlich Krieg herrscht. Wir beide sind Verlierer - es gibt keinen Sieger, nur unendliche Trauer und Verzweiflung.....
Mein Verstand hat über mein Herz entscheiden müssen - zu deinem Wohle - Ich hätte es mir so sehr anders gewünscht!
Liebe Löbi, mein Seelenhund... warum???? Du hinterlässt eine riesige Lücke, eine grosse Leere...

Jetzt bist Du frei und unbeschwert, nur Jupi und ich und viele unserer Freunde, hätten es uns anders gewünscht. Du ja vielleicht auch? Ruhe in Frieden.....

Natürlich wirst Du wieder zu mir zurück kommen (ich habe dich gebracht und ich hole dich wieder ab) und deine ewige Ruhe bei uns im Garten ganz nah bei uns finden...

Lioba Amici per sempre